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Weg mit den Klischees – die Welt steht euch offen!

Heute machen wir Schluss… mit althergebrachten Klischees, eingestaubten Rollenbildern und Vorurteilen über so genannte „Männerdomänen“ und „Frauenberufe“. Denn heute wird an Schulen, Universitäten und in Unternehmen Girls´ Day und Boys´ Day gefeiert! Was es damit auf sich hat, verraten wir euch in unserem heutigen Blog!

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Fangen wir mit dem Mädchen-Zukunftstag an: Ziel des Berufsorientierungsprojekts Girls´ Day ist es, den Horizont der weiblichen Jugendlichen in Punkto Berufswahl und Zukunftsplanung zu erweitern und ihnen vielfältige Berufsbilder näherzubringen, insbesondere in den Bereichen IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik. Denn nach wie vor gibt es sie, die klassischen „Männerberufe“, in denen kaum Frauen anzutreffen sind, und das, obwohl die Jobs sehr abwechslungsreich sind und gute Karrieremöglichkeiten bieten. Dagegen gilt es anzukämpfen und aus diesem Grund öffnen jedes Jahr im Frühjahr zahlreiche Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen, um Schülerinnen ab der 5. Klasse die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten in den verschiedensten Bereichen zu testen und dabei vielleicht ungeahnte Talente zu erkennen. Seit dem Start im Jahr 2001 haben mehr als 1,3 Millionen Mädchen und junge Frauen am Girls´ Day teilgenommen und das einstmals kleine Projekt hat sich zum weltweit größten Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen entwickelt. Seit 2011 gibt es zusätzlich zum Girls´ Day auch den Boys´ Day. An diesem Tag sollen nicht nur Jungs in soziale, erzieherische und pflegerische Berufe hineinschnuppern; gleichzeitig sind Unternehmen aufgerufen, bei der Bewerberauswahl auch außerhalb von Rollenbildern zu denken und entscheiden.

Wir sind der Meinung, dass die Welt für alle gleichermaßen offen stehen sollte. Schaut über den Tellerrand der Konventionen und lebt euer Leben. Wie das geht, zeigen wir euch am Beispiel von vier tollen jungen Leute, die in Berufssparten arbeiten oder Fächer studieren, die (noch) untypisch für ihr Geschlecht sind und somit das beste Beispiel für den Erfolg des Girls´ Day und Boys´ Day sind:

Die begeisterte Bioinformatik-Studentin Pia

Pia ist nach ihrem ersten Semester Bioinformatik an der Technische Universität und Ludwigs-Maximilians-Universität München begeistert. Ihr Studiengang deckt das ganze naturwissenschaftliche Spektrum ab: Von Mathematik über Informatik, Chemie, Biochemie, Biologie und Bioinformatik ist alles dabei. Bioinformatik ist eine relativ junge Wissenschaft mit vielen Forschungsmöglichkeiten. Besonders faszinierend findet Pia die DNA-Analyse und die Möglichkeit, so gewissermaßen die Zukunft der Menschen vorauszusagen. Der gemeinsame Studiengang der beiden Münchner Elite-Universitäten ist inzwischen auch bei vielen Frauen beliebt und mit einem Anteil von fast 50% wissbegieriger Studentinnen ein Vorreiter der Gleichstellung von Männern und Frauen in der Wissenschaft.

Die neugierige Naturwissenschaftlerin Nadine

Nadine haben es die Naturwissenschaften angetan. Aktuell arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) an der Technischen Universität Braunschweig und ist zusätzlich Promotionsstudentin. Nadine hat mit ihren 25 Jahren bereits zwei Masterabschlüsse in der Tasche. Im September vergangenen Jahres hat sie ihren Master in Maschinenbau abgeschlossen und im Dezember 2013 in Rhode Island, Amerika, ihren zweiten Master in Industrial & Systems Engineering gemacht. Am IWF beschäftigt Nadine sich mit verschiedenen Projekten, die im Bereich „Ressourcen und Energieeffizienz in der Produktion“ liegen. Den Girls‘ Day kennt sie gut, denn sie selbst organisiert diesen Tag am IWF der Technischen Universität Braunschweig. Sie zeigt den interessierten Schülerinnen an diesem Tag  vier Institutsabteilungen und läd sie ein, aktiv zu werden und beispielsweise Roboter zu programmieren oder ein Brettspiel aus Holz fertigen.

Sowohl in Nadines Studiengängen, als auch am IWF ist der Frauenanteil sehr gering – das schmälert aber nicht Nadines Begeisterung für ihren Beruf, der für sie gleichzeitig Berufung ist. „Auf wissenschaftlicher Ebene ist der Mangel weiblicher Mitstreiterinnen kaum ein Problem, doch in der Produktion darf man nicht zimperlich sein, da muss man sich schon mal durchsetzen“, sagt sie uns abschließend.

Die motivierte Maschinenbau-Studentin Steffi

Schon in der Schule hat sich Steffi vor allem für Mathe, Physik und Chemie interessiert und so war ihr schon früh klar, dass für sie nur ein naturwissenschaftliches Studium in Frage kommt. Zu dem Studiengang Maschinenbau mit Themenschwerpunkt Produktion und Logistik an der Technischen Universität München ist Steffi durch ihren Bruder gekommen. Sie findet sich in der Männerdomäne ganz gut zurecht, erzählt uns die 22-jährige Studentin: „Klar ist der Umgangston unter den Kommilitonen manchmal ein bisschen rauer, aber ich habe keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Natürlich war ich vor meinem ersten Tag an der Uni ein bisschen aufgeregt und gespannt, wie es mir zwischen all den Männern wohl so ergehen würde.“ Doch anstatt doofer Sprüche oder misstrauischer Blicke erlebte Steffi etwas ganz anderes: „Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht. Unsere Professoren unterstützen und fördern Frauen im naturwissenschaftlichen Bereich genau so wie Männer und begegnen ihnen mit einer durchweg positiven Grundeinstellung.“

Der lebenslustige Luca

Luca ist 19 Jahre alt, italienischer Herkunft, bekennender Fußball-Fan und Familienmensch. Zurzeit macht Luca – nach wie vor untypisch für Jungs in seinem Alter – eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger beim Bayerischen Roten Kreuz. Auf die Frage, was ihm daran besonders Spaß mache, antwortet er: „Für mich persönlich gibt es nichts Wichtigeres, als etwas Sinnvolles mit meinen Fähigkeiten anzufangen und diese zu nutzen, um Menschen zu helfen. Im Übrigen gefällt mir die Verknüpfung von Medizin und sozialer Kompetenz, die ich tagtäglich auf der Station erlebe.“ Luca berichtet aber auch, dass es nicht immer leicht ist, sich als Mann in der Pflege durchzusetzen. Dennoch ist er der festen Überzeugung: „Männer sind genauso essentiell wie Frauen in der Pflege. Ich denke, in keinem Beruf ist es einfach, wenn es eine Domäne des anderen Geschlechts ist. Wichtig ist es, Charakter zu zeigen – das wird immer gefragt sein, unabhängig davon, welchem Geschlecht man angehört!“

Und damit: Auf Nimmer-Wiedersehen, ihr eingestaubten Klischees von klassischen Männer- und Frauenjobs! Happy Girls´ und Boys´ Day euch Mädels und Jungs da draussen!

Euer Skype-Team

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